Auf Wunsch mindestens eines Teilnehmers der letzen Exkursion (der wohl selbst keine Mitschrift anfertigen konnte…) hier noch mal eine Darstellung des Degustationsmenüs "Whisk(e)y Tasting 2009"

0 Allgemeines

Die im vorjährigen Seminar (2008) gewonnenen Erkenntnisse wurden laut des Echos einiger Teilnehmer mindestens 40 Jahre früher erwartet, kamen aber dennoch nicht zu spät und waren leider zu einseitig auf die Erzeugerregion Schottland/Großbritannien ausgerichtet. Es fehlte auch eine Einordnung in das weltweite Whisky-Angebot, die in diesem Jahr nachgeholt werden sollte. Was so in den hiesigen Supermärkten, Restaurants, Bars et cetera angeboten wird (sprich: kaufbar und erschwinglich ist), sollte einfach mal an Hand von repräsentativen Beispielen gezeigt und probiert werden. Dabei beruht alles Folgende auf dem persönlichen Geschmack des Referenten der Degustationsveranstaltung vom 11.09.2009 und ist damit rein subjektiv. Die wichtigste Empfehlung lautet: selber probieren. Alles kann beim Studierenden ganz anders munden.

Eine noch wichtigere, insbesondere an die Adresse von Tennisspielern gerichtete Botschaft sei: Whisky (JEDER) schmeckt scheußlich, wenn man auch nur einen Schluck Bier dazu trinkt, und fürchterlich sind die Nebenwirkungen. Ausnahme: ein oder mehrere Pints of Guinnes – schmecken immer; nur hin und wieder sind Nebenwirkungen bekannt geworden.

Sortiment

Das Degustationsmenü vom 11.09.2009:

1 "Adelscott" - Ein Blend

Was ein "blended" Whisky (Achtung: bei Tee gibt´s das auch) ist, steht in Wikipedia. Kurz: Mehr oder weniger billig erzeugter Getreidesprit ("Grain", mit unserem Korn vergleichbar) wird mit meistens vielen mehr oder weniger guten Single Malts (siehe 2008) "geblendet". Man sollte nicht mischen oder – noch unfeiner – panschen sagen, denn das Endprodukt kann sich durchaus auch bei Kennern sehen lassen. Beispiele sind Johnny Walker (verschiedene Ausführungen: von preiswert bis teuer: Red Label, Black Label, Green Label, Gold Label, Blue Label).
Die Probe wurde 1999 auf einer Exkursion zu den Quellen vor Ort in Inverness, schottische Highlands, erworben und musste beim Dozenten im Laborschrank auf diese Gelegenheit der Darbietung warten. Eine echte Rarität, denn WWW-weit konnte keine Referenz auf dieses Produkt gefunden werden. Der Kaufpreis betrug 10 Britische Pfund (keine Spendenaufforderung).
Fazit: Nicht empfehlenswert. Wenn schon, dann Ausschau halten nach Johnny Walker "Black Label": gefällig, billig. Trotzdem alles schade um's Geld, denn für wenig mehr ist schon Malt Whisky (siehe 2008) erhältlich.

2 "Jameson 10 Jahre" – Ein Irischer Whiskey

Wer's mag: ein Irischer. Ein "reiner Guter" (Zitat von Dittsche, in anderem Zusammenhang, sorry). Nicht der Geschmack des Referenten, aber schmeckt in Gesellschaft, besser noch in irischer, jedoch nur in Mengen genossen. Keine Nebenwirkungen bekannt.
Empfehlung: Billigen Whiskey (unter ca. 20 Euro) meiden, z.B: Kilbeggan, Black Bush, Paddy's…)
Irische sind besonders als Zugabe für heiße Schokolade oder Kakao zu gebrauchen, wenn kein Rum zur Hand ist.

3 "Jack Danniels" – Tennessy Whiskey

Gehört nun mal in eine Verkostung weltweit angebotener Whisk(e)ys, der Konsum ist aber zu vermeiden. Eine unchemische Alternative sind Rattenfallen. Beim Verfasser sind einige Sorten vorrätig, auch der Rest aus der diesjährigen Verkostung; alle warten auf das Schadstoffmobil.

4 "Tobermory" – ein Single Malt aus Schottland

Unüberseh- und –hörbar der Favorit des Vortragenden. Könnte durchaus in der Palette aus 2008 enthalten sein. Tobermory ist eine kleine Distillery auf der schottischen Hebrideninsel Mull, die von Delegierten 2004 besucht wurde. Das Erzeugnis konnte nur in einem der Destille benachbarten Pub getestet werden, da der Produktionsbetrieb wegen Sonntag naturgemäß nicht einmal für Besichtigungen geöffnet war.
Ein süffiger Stoff – wie jeder Single Malt, und mit ca. 30 Euro preiswert.

Fazit: Slainte!

Gruß Ronny

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